Es ist, als suchte ich in meinem gewohnten Innenraum nach einer Antwort, die hier nicht liegt. Ich taste meine Innenwände ab, von oben nach unten, ich streiche mit meinen Händen in jede Ecke, in jede Ritze hinein. Ich suche jede Wölbung ab, ich suche jede Wölbung nach einem Hinweis ab. Ich knote mich hier in die Frage ein, ich knote mich in meinem gewohnten Innenraum ein. Ich habe nur die Fragen dieses gewohnten Raums, ich kenne nur die Wände dieses gewohnten Raums, ich stelle die Frage hier und suche die Antwort hier. Was aber, wenn die Antwort im lange bewohnten Raum nicht ist, was, wenn sie eine Ebene tiefer, was, wenn sie im Untergeschoss ist, was, wenn sie im nächst grösseren Raum schon wartete auf mich; was, wenn sie jenseits der Wände liegt, anderswo liegt, sich anders anfühlt, als ich es kannte bisher. Ich finde aber den Zugang nicht und trete auf der Stelle, ich finde den Zugang zur Erweiterung nicht. Ich weiss, es muss weiter werden, es muss sie geben, die Ausweitung meines Radius. Ganz nah, gleich hinter den Wänden, gegen die ich mich lehne. Aber ich trete auf der Stelle.
Dann mich hinsetzen in die Mitte. Wenn die Antwort sich hier nicht findet, sich hier aber auch nichts auftut. Annehmen, was noch nicht hier ist. Meine Vorstellung erweitern um den Raum, den ich noch nicht kenne. Hier sein. Was noch nicht in meiner Reichweite ist, annehmen als Weiter, als um meinen kleinen Raum gelegte Umarmung. Vielleicht werden meine Wände dann durchlässiger und sich weiten. Vielleicht fühlt sich so eine sterbende Larve.