Die linke Hand wagt sich auf tiefere Tasten. Aus dem anfänglichen schüchternen Tapsen – weil ja die Rechte wichtiger ist – wird bald ein dunkler Faden, ein Band – weil, wenn die rechte Hand anfängt, zu hören und merkt, dass sie ja gar nicht alleine muss, dass sie die angestrengte Linie loslassen kann, dass sie sie vielleicht zerfallen lassen kann sogar, zu einzelnen Tönen, so dahingelegt, so leicht daraufgelegt auf die Wellen der linken Hand, endlich so in sie hineingetropft, dann füllt sich das Singen der Linken, ist ganz angefüllt vom Hören, das die Rechte ihr schenkt, ist angefüllt davon, sich selber singen zu hören, so ganz neu, aus kraftlosen verlorenen Tönen eine Linie zu ziehen, mit den Fingern aus den Tasten ein Band zu ziehen, das dicht ist und wellenförmig und bauchig, und unter ihren Fingern tun sich Farbhöhlen auf wie unter langsam sich öffnendem Wasser, sich überschlagenden Wellen, durch die noch die Sonne hindurchscheint, die kurz ihre Innenseite zeigen, in Unterwasserwelten blicken lassen, in Räume von Blau und Dunkel und Violett und auch Grün, solche Bögen tun sich auf unter den Fingern der linken Hand, und die Rechte darf der Schaum sein, den die Welle mit Leichtigkeit trägt.