Loslassen

Die Hände lösen und das Licht loslassen, das ich krampfhaft hochhielt, damit mir auch ja kein Abrutschen vom Weg passiere, dass auch ja die traurigen Gestalten in ihren Verstecken blieben…

Aber jetzt schauen sie mich an, mitleidig fast, wie ich hier so im Regen stehe und die Fackel verkohlt in einer Pfütze liegt – ein Rauchfähnchen nur noch, das als Letztes aufsteigt. Ich stehe still. Ich gebe auf. Wieder ist alles anders, als ich dachte, wieder alles in Bewegung, und die Füsse stehen auf nassem Boden, und ich bin selber aufgeweicht. Aber unter all dem Strömen, unter dem Regengetropfe und Rinnen: darunter pocht das Herz. Ich spanne den Regenschirm auf über mir, über meinem Herzen zumindest. Ich trage für mein Herz den Schirm. Sodass bei allem Zusammenfliessen wenigstens es ruhig bleibt in mir und warm.

Und es leuchtet rötlich-golden.